Übung: "Leitung 13"

Created by Franz Bretterbauer | |   Berichte

Die größte Übung der letzten Jahre fand im Raum Mautern bis St. Pölten statt

Etwa 1000 Feuerwehrmitglieder der nö. Katastrophendiensteinheiten übten am Samstag, den 14.9.2013 die Zusammenarbeit untereinander und mit dem Landesführungsstab.

Die Ausgangslage: Auf Grund langanhaltender Trockenheit führt die Traisen ab St. Pölten nur mehr sehr wenig Wasser, ein Fischsterben ist zu befürchten.

Die angeforderten KHD-Einheiten legten daher eine ca. 25 km lange Schlauchleitung zur Wasserversorgung von der Donaubrücke Mautern bis zum nö. Landhaus in St. Pölten. Dazu wurden 2 Einsatzabschnitte gebildet: Abschnit Nord mit 3 KHD-Bereitschaften und Abschnitt Süd mit 4 KHD-Bereitschaften.

Die Führungskräfte trafen sich schon am Freitag, den 13.9., um in den Nachmittags- und Abendstunden den Einsatz der einzelnen Züge zu planen. So erhielt jeder eingesetzte KHD-Zug etwa 900 m Einsatzbereich, die er mit den 5 zur Verfügung stehenden Fahrzeugen, Pumpen und Schläuchen bewältigen musste. 

Von der Zwettler (22.) KHD-Bereitschaft waren der Kommandozug und der 4. Zug eingesetzt. Unter der Führung von BM Johann Wagner, FF Groß Gerungs wurde die "2. Bereitschaft Nord" gebildet aus:

  • Bereitschaftskommando aus dem Bezirk Zwettl
  • Kommandozug aus dem Bezirk Zwettl
  • 1. Zug aus dem Bezirk Zwettl (Abschnitt Zwettl)
  • 2. und 3. Zug aus dem Bezirk Horn
  • 4. Zug aus dem Bezirk Krems

Die 1. Bereitschaft Nord, bestehend aus Einheiten der Bezirke Waidhofen an der Thaya und Gmünd saugten bei der Donaubrücke in Mautern an und lieferten das Wasser bis Furth bei Göttweig. Von dort übernahm unser 1. Zug, die 2. Bereitschaft Nord pumpte das Wasser dann etwa 3,6 km bis Paudorf und übergab an die Feuerwehren aus Melk, Lilienfeld, Scheibbs und Amstetten usw.

Die Zwettler Katastrophenhilfsdiensteinheiten waren mit insgesamt 39 Mitgliedern und 12 Fahrzeugen (6 KDOF, 2 LF, 3 KLF, 1 MTF) vertreten. Jeder der 4 KHD-Züge hat jeweils 1 Führungselement mit Kommandofahrzeug, 1 Versorgungselement und 5 Einsatzelemente mit Löschfahrzeugen und Trakgraftspritzen eingesetzt und kann mit der Ausrüstung theoretisch 1000 m B-Schlauch verlegen (100 m verblieben daher als Reserve).

Die Herausforderungen der Übung lagen einerseits in der Wahl der Strecke, um den Verkehr nicht allzu sehr zu behindern, in der Festlegung der Standorte von Pumpen je nach zu bewältigender Steigung oder Gefälle sowie in der Kommunikation der hohen Zahl an Einheiten untereinander.

Die Leitung selbst war relativ rasch aufgebaut, um 07.50 Uhr begannen die Aufbauarbeiten der 2. Bereitschaft Nord, etwa eine dreiviertel Stunde später war die Leitung fertig, bis allerdings das Wasser die Schläuche gefüllt hatte, dauerte es noch geraume Zeit. Erst um 09.39 Uhr füllten sich die Schläuche vor dem FF-Haus in Paudorf. Die Steigungsstrecken brachten manche Pumpen und Maschinisten zum "Schwitzen". Es zeigte sich, dass es gar nicht so leicht für die Maschinisten ist, den Eingangsdruck und Ausgangsdruck der Pumpen konstant zu halten, so war bis St. Pölten auch einige Verspätung zu erwarten. Knapp vor 13.00 Uhr wurde dann "Wasser Halt" befohlen. Nach dem Abbau, Tanken, Versorgung der Geräte und Essen für die Mannschaft im Landhaus St. Pölten ging es wieder zugsweise nach Hause.

Text: Franz Bretterbauer
Fotos: Johann Raab