Bezirksübergreifende Schadstoffübung

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Am 12. November 2022 fand am Firmengelände der Firma Hengstberger in Großweißenbach die diesjährige Schadstoffzugsübung statt.

An der Übung nahmen gesamt ungefähr 100 Mitglieder von den ortsansässigen Feuerwehren, dem Schadstoffzug des Bezirkes Zwettl und des Schadstoffzuges Gmünd, dem Roten Kreuz Zwettl und der Polizei Zwettl teil.

Die Feuerwehren und der Schadstoffzug wurden um 14 Uhr alarmiert. Die ortsansässige Feuerwehr traf kurze Zeit später am Einsatzort ein, der Schadstoffzug um 14:20 Uhr. Am Einsatzort zeigte sich folgende Lage: Ein Zusammenstoß zwischen einem LKW und einem Lieferwagen. Aus dem LKW trat ein unbekanntes Medium aus. Vorerst wurde durch die Schadstofftrupps der Einsatzort erkundet und die Gefahrenstoffe bestimmt. Im LKW befanden sich 12 Kanister Benzin, 6 Fässer Hydrauliköl, 1000 l Schwefelsäure und ein 200 l Chlorfass – welches leicht undicht war. Im Lieferwagen befanden sich verschiedene Gase mit roter und grüner Kennzeichnung – welche vom Schadstofftrupp geschlossen werden konnten.

Die brennbaren Flüssigkeiten wurden vom Chlor getrennt und das Chlorfass wurde geborgen. Insgesamt waren 7 Schadstofftrupps im Einsatz, davon 2x mit der Schutzstufe 3. Es gab bei der Übung einen Verletzen durch einen gerissenen Handschuh am Overall – er wurde notdekontaminiert und an das Rote Kreuz Zwettl übergeben.

Um 15:44 Uhr wurde die Übung beendet und es traten alle Teilnehmer zur Übungsbesprechung an. Die Erkenntnis aus der Übung war durchaus positiv, der einzige Kritikpunkt war, dass es zu wenig Atemschutzgeräte gab. Die Übungsbesprechung wurde durchgeführt von Übungsleiter Franz Schöller und Thomas Fichtinger. Auch Viertelskommandant Erich Dangl und Bezirkskommandant-Stv. Karl Kainrath gaben einen kurzen Bericht ab. Zum Abschluss bedankten sich Franz Schöller und Karl Kainrath bei Tamara und Franz Geisberger, Geschäftsführer der Firma Hengstberger, für die Abhaltung der Übung am Firmengelände und luden in der Halle zu einer Jause ein.

Bericht: Sabrina Fröschl
Fotos: Sabrina Fröschl, Bezirkssachbearbeiter Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation und Franz Bretterbauer

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Nachfolgend noch ein Bericht der FF Großglobnitz:

Am 12.11.2022 fand am Firmengelände der Firma Hengstberger in Großweißenbach eine Schadstoffübung für den gesamten Zug statt.

Mit dabei waren auch unsere für Schadstoffeinsätze ausgebildeten Kameraden SB Roland Kerschbaum, LM Philip Steflicek, BM Manuel Kerschbaum und SB Gregor Wally.

Übungsannahme war ein Zusammenstoß zwischen einem LKW, beladen mit verschiedenen Chemikalien und einem PKW, welcher verschiedene Gase geladen hatte.

Um 14:00 Uhr wurde die ortsansässige Feuerwehr alarmiert. Der Schadstoffzug traf dementsprechend zeitverzögert gegen 14:20 Uhr am Übungsort ein. Nachdem durch erste Schadstofftrupps die Lage erkundet und die Gefahrenstoffe bestimmt wurden, begannen weitere Trupps mit Schutzanzügen der Stufe 3 mit der Bergung und Sicherung der Gefahrenstoffe. Die aus dem PKW austretenden Gase konnten durch Schließen der Flaschenventile gestoppt werden.

6 Fässer Hydrauliköl, 12 Kanister Benzin und 1000 Liter Schwefelsäure wurden aus dem Gefahrenbereich gebracht. Ein undichtes Chlorfass mit rund 200 Litern Inhalt konnten ebenso geborgen werden. Dabei (Übungsannahme) kam ein Kamerad durch einen kaputten Schutzanzug mit Gefahrstoffen in Berührung und musste notdekontaminiert werden.

Gesamt nahmen rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rotes Kreuz und Polizei an der Übung teil.

Im Anschluss durften wir uns noch mit reichlich Speis und Trank laben.

Wir bedanken uns bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Großweißenbach für die Ausarbeitung und Umsetzung dieser großangelegten Übung.

Bericht und Fotos: Gregor Wally