Den Ernstfall geübt

Created by Gregor Wally | |   Berichte

40 Einsatzkräfte mit 9 Fahrzeugen der Feuerwehren Großglobnitz, Echsenbach, sowie dem roten Kreuz Zwettl übten am Samstag, den 17.09.2022 in Kleinotten bei einer großangelegten Einsatzübung.

In zwei unterschiedlichen, herausfordernden Szenarien konnten die Blaulichtorganisationen ihr Können im Verband unter Beweis stellen. Am Sammelpunkt in Großglobnitz wurden Fahrzeuge und Besatzung ausgelost und den Fahrzeugkommandanten Umschläge mit den Erstinformationen überreicht. Diese durften dann im Abstand von einigen Minuten geöffnet werden, um ein verzögertes Eintreffen am allen unbekannten Übungsort zu gewährleisten.  

Die erste Übungsannahme waren mehrere eingeklemmte Personen nach einem Auffahrunfall zwischen zwei Traktoren und zwei PKWs. Bei diesem „Einsatz“ oblag die Einsatzleitung den Kameraden der FF Echsenbach. Beim Eintreffen der ersten Floriani wurden die Unfallopfer, bestehend aus mehreren geschminkten Statisten, bereits durch das rote Kreuz erstversorgt und sogleich mit der Rettung aus den Fahrzeugen begonnen. Aufgabe der FF Großglobnitz war es dann, die Fahrzeuge zu sichern und am zweiten verunfallten PKW die Menschenrettung durchzuführen.

Nach erfolgreicher Bewältigung, einer kurzen Nachbesprechung und dem Herstellen der Einsatzbereitschaft entschied das Los erneut über den Einsatzleiter, die Gruppenkommandanten und Besatzung der Fahrzeuge.

Szenario zwei stellte sich schon als etwas kniffliger dar. Diesmal waren es eine eingeklemmte Person in einem umgestürzten Kastenwagen, ein darunter eingeklemmter Motorradfahrer, ein auf einer Böschung hängendes Fahrzeug mit eingeklemmter Person, sowie ein Fahrzeugbrand. All dies zeitgleich versteht sich. Nach Lageerkundung durch den Großglobnitzer Einsatzleiter begannen die Ersteintreffenden mit der Personenrettung aus einem der Unfallfahrzeuge. Die Besatzung des als zweites Fahrzeug eintreffenden HLF3 begann unverzüglich mit der Brandbekämpfung des brennenden PKW. Aufgabe für die nachalarmierte FF Echsenbach war die Personenrettung aus dem zweiten Fahrzeug und die anschließende Fahrzeugbergung. Auch die Unterstützung des Rettungstrupps der Ersteintreffenden und der Brandschutz stellten deren Aufgabe dar. Die diesmal als letzte eintreffenden Sanitäter unterstützten sogleich bei den Personenrettungen und der Erstversorgung und kümmerten sich um den raschen Abtransport der Unfallopfer.

Lobende Worte für die vorbildliche Zusammenarbeit und die professionelle Bewältigung der Szenarien ergingen durch die Übungsbeobachter Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Brandrat Karl Kainrath sowie Bezirksrettungskommandant Franz Thaler an alle Teilnehmer, die authentischen Statisten und vor allem an Kommandant-Stellvertreter der FF Großglobnitz, Brandinspektor Andreas Kerschbaum für die Ausarbeitung und Durchführung dieser aufwendigen Übung. Als Abschluss durften sich noch alle an frischer „Kistensau“ stärken und Erfahrungen austauschen.

Auch wir von der FF Großglobnitz möchten uns bedanken, und zwar bei Hubert Traxler, der sich den ganzen Tag Zeit genommen hat, um uns eine ausgezeichnete Mahlzeit zu zaubern, bei Roland Bauer, ohne dessen Radlader die Szenarien unmöglich so hergestellt werden hätten können, bei den teilnehmenden Statisten die sich kräftig ins Zeug gelegt haben, Cornelia Schuster für das Fotografieren, den Kameraden der FF Echsenbach und dem roten Kreuz Zwettl für die vorbildliche Zusammenarbeit, BR Karl Kainrath und BR Franz Thaler für die Übungsbeobachtung, vor allem aber bei unserem Kommandant-Stellvertreter BI Andreas Kerschbaum der im Alleingang diese Übung ausarbeitete und organisierte, keiner der Übungsteilnehmer wusste im Vorfeld weder Übungsart noch Übungsort.

VIELEN DANK