Geschichte der FF Stift Zwettl

Vor der Gründung der FF Stift Zwettl

Eine Gruppe der FF Stift Zwettl mit den historischen Löscheimern bei einem viel beachteten historischen Umzug in Großglobnitz am 22.7.1984.
V.l.n.r.: Herbert Gruber, Friedrich Haider, Josef Grassinger, Franz Kasper. Organisiert wurde der Umzug von Günter Schneider, damals schon Verwalter im Abschnitt Zwettl, der Präsident des Bundesfeuerwehrverbandes Sepp Kast war Ehrengast.

In Stift Zwettl hat das Feuerlöschwesen schon eine Jahrhunderte lange Geschichte. Im 19. Jahrhundert konnte die "stiftliche" Feuerwehr mit 2 Spritzen bei Bränden in der Umgebung rasche und wirksame Hilfe leisten. 

Am 29. Okt. 1782 erließ das auch für die Herrschaft Stift Zwettl zuständige Kreisamt Krems eine Feuerlöschordnung, die man bereits als "Mindestausrüstung" verstehen kann. Herrschaften, Stifter und Pfarrherrschaften hatten 1 Feuerwagen samt "einer 8. oder 10. Emmerigen Laid", 1 tragbare Feuerspritze, 2 hölzere Handspritzen, 2 Feuerleitern, 2 Feuerhacken, "2 Blechene Latern", 2 Krampen, 2 eiserne Schaufeln und 12 Ledereimer anzuschaffen. Wann diese Geräte angeschafft wurden, ist nicht bekannt. Löscheimer (vermutlich aus der damaligen Zeit) sind heute noch bei der Feuerwehr erhalten.

Im Tagebuch des Abtes Julius Hörweg (1834-1847) werden bereits mehrere Einsätze der Stiftsfeuerwehr mit zwei Fahrspritzen geschildert. So wird nach einem Brand im Edelhof am 2.9.1819 vermerkt: "...Nur die schnelle und thätige Hülfe von Seite des Stiftes mit ihren 2 Spritzen, und auch die Spritze von der Stadt Zwettl rettete noch das übrige."

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist beispielsweise ein Brand am 12. Juli 1904 in Gerotten dokumentiert, bei dem auch die Ortsfeuerwehr Stift Zwettl eingesetzt war. 

Die "Mitteilungen des n.-öst. Landes-Feuerwehrverbandes" berichten u. a. vom Eingreifen der Stiftsfeuerwehr beim Brand in Großglobnitz am 26. Juli 1900, in Edelhof am Faschingsonntag 1913, in Pötzles am 11. August 1916, in Rudmanns am 18. Sept. 1916, in Zwettl am 20. Sept. 1916 und in Zwettl am 5. März 1918.

Der Bürgermeister der Stadt Zwettl, Franz Beydi, dankte in einem Brief vom 30. Aug. 1911 dem "Kommando der freiwilligen Feuerwehr Stift-Zwettl" (Anm.: wohl irrtümlich so bezeichnet!) für das rasche Erscheinen und die beabsichtigte Hilfeleistung anlässlich eines in Zwettl bei der Köppl-Mühle ausgebrochenen Brandes.

Dokumente vor 1927 (als PDF-Datei)

Gründung und erste Geräte (1927 bis zum 2. Weltkrieg)

1. Seite des Grundgesetzes der Freiw. Feuerwehr in Stift Zwettl
Festabzeichen zum Gründungsfest
Pater Edmund Hammerschmid um ca. 1930
Spritze aus den Anfangsjahren der FF Stift Zwettl
TS-Segnung 1930
Die 1930 angeschaffte TS, vermutlich bei einer Übung

Am 26. Juni 1927 erfolgte auf Betreiben des Obmannes des Bezirksfeuerwehrverbandes Zwettl Notar Karl WERNER und unter seinem Vorsitz die Gründungsversammlung der "Freiwilligen Feuerwehr Stift Zwettl" im Gasthaus des Hr. Ernst Odwarka (heutige Stiftstaverne).

Als Hauptmann wurde P. Edmund Hammerschmid und zum Stellvertreter Anton Lesny gewählt. Weitere Gründungsmitglieder: P. Werner Deibl, Franz Lipp sen. u. jun., Josef Wagner, Anton Wolf, Johann Neubauer, Franz Kloihofer und Karl Schimani. 

Als Satzung wurde das Mustergrundgesetz der n.ö. Feuerwehren ohne Änderung angenommen. P. Edmund dankte für die Bereitstellung der im Besitz des Klosters bleibenden Löschgeräte und versprach, "daß die neue Feuerwehr den Traditionen der früheren Stiftsfeuerwehr getreu jederzeit ihr Pflicht zum Wohle des Nächsten erfüllen werden".

Der Gemeinderat Stift Zwettl genehmigte am 10. Juli 1927 das Grundgesetz der Feuerwehr, vom Amt der n.ö. Landesregierung wurde am 18. Juli 1927 (Zl. L.A. I/6b-1543) die Bildung des Feuerwehrvereines "nicht untersagt".

Die erste Hauptversammlung fand im Gasthaus Odwarka am 15. August 1927 statt. P. Werner Deibl erklärte sich u.a. seitens des Stiftes bereit, "die zur Bespannung der Spritze im Ausrückungsfalle notwendigen Pferde beizustellen". 11 Kameraden wurden neu aufgenommen, damit vergrößerte sich die Wehr auf 21 Männer.

Als Chargen wurden gewählt:

  • Zugsführer: Theodor Leutmetzer
  • Rottenführer der Steiger: Josef Wagner und Stv. Karl Schimani
  • Rottenführer der Spritzenmannschaft: Anton Wolf und Stv. Johann Neubauer

Der Bezirkshauptmannschaft wurde mit Schreiben vom 17.9.1927 der Vorstand gemeldet:

  • Hauptmann: P. Edmund Hammerschmid, Kämmerer
  • Stellvertreter: Anton Lesny, Bindermeister
  • Zugsführer: Theodor Leutmetzer, Oberlehrer
  • Schriftführer: Josef Schmutzer, Lehrer
  • Ausschussmitglied: Franz Lipp, Meier und Franz Berndl, landw. Arbeiter

Da bei der Jahreshauptversammlung am 2. Febr. 1928 der Schuldenstand 991,02 S betrug, beschloss man, die Gründungsfeier am 15. Juli 1928 mit einem Volksfest zu verbinden. Dieses wurde auch großartig organisiert. Nach dem Festgottesdienst und zwei Schauübungen fand eine von der Musikkapelle Helmreich umrahmte Unterhaltung mit Juxlotterie (Lospreis 1 S), 10-Groschen-Tanz, russische Kegelbahn, Kapselschießen und Verkauf von Zuckerwaren statt. Eintritt 50 Groschen. Zu diesem Fest waren auch die "Pfarrfeuerwehren" Rudmanns Gerotten und Kleinschönau (noch heute der Unterabschnitt Stift Zwettl) eingeladen.

Die Feuerwehr war sehr aktiv, sie konnte in 14 Monaten über 100 Ausrückungen verzeichnen. In den Sommermonaten fanden fast an jedem zweiten Tag Übungen statt, es wurden Einsatzpläne für die Brände im Stiftsbereich, für Hochwasser und Eisstoß ausgearbeitet, Alarm- und Nachtübungen mit den Feuerwehren der Pfarre und der Stadt Zwettl durchgeführt sowie zu zahlreichen Brandeinstätzen in die weitere Umgebung von Stift Zwettl ausgefahren. Das Rote Kreuz bildete in der Feuerwehr eine Sanitätsgruppe (Rettungsmannschaft) aus.

1930 kaufte die Feuerwehr eine Motorspritze. Die Gemeinde gewährte eine Subvention von 1.500 S und übernahm den Zinsendienst für das aufzunehmende Darlehen von 3.000 S. Zur weiteren Finanzierung veranstaltete die Feuerwehr im Dürnhof einen Ball, der einen beachtlichen Reingewinn von 223,71 S einbrachte. Ende April 1930 wurde die "Aggregatspritze" von der Firma Rosenbauer geliefert, das Spritzenweihefest fand am 13. Juli 1930 statt. Nach zwei Jahren war der Kredit zur Hälfte zurückgezahlt, man konnte 200 m Schläuche anschaffen. 1934 war die Feuerwehr wieder schuldenfrei.

P. Edmund Hammerschmid war seit 1. Juni 1930 auch Ausschussmitglied des Bezirksfeuerwehrverbandes Zwettl. Als einer der ersten Feuerwehrfunktionäre Zwettls besuchte er einen Führerkurs an der Feuerwehrschule in Wiener Neustadt. Er blieb bis Oktober 1934 - bis zu seiner Übersiedlung nach Etzen - Hauptmann der Feuerwehr. Am 19.1.1935 übernahm P. Conrad Fischer die Führung.

Leider enden mit der Versammlung vom 12. Jänner 1936 die Eintragungen im Protokollbuch - sie werden erst 1952 wieder fortgesetzt.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im März 1938 wurde das Feuerwehrwesen an die Organisation im deutschen Reich angeglichen. Die Bezeichnung "freiwillige Feuerwehr" blieb zwar erhalten, sie wurde aber als "gemeindliche" Einrichtung in eine "technische Hilfspolizeitruppe für Hilfeleistungen bei öffentlichen Notständen aller Art" umgeändert. Daher musste der Vereinscharakter mit einem gewählten Vorstand fallen, die schriftlichen Unterlagen und das gesamte Besitztum der Feuerwehr übernahm die Gemeinde. Der Bürgermeister hatte den Wehrführer nach Vorschlag des Kreisführers der freiwilligen Feuerwehr zu ernennen und auf den Führer zu vereidigen. Mit Bescheid von 1. Dez. 1939 löste die Landeshauptmannschaft Niederdonau den Landesfeuerwehrverband, sämtliche Bezirksfeuerwehrverbände und die freiwilligen Feuerwehren als Vereine auf. Die Freiwillige Feuerwehr Stift Zwettl wurde im Vereinskataster gelöscht.

1941 wurde die Gemeinde Zwettl-Stift mit der Stadtgemeinde Zwettl vereinigt, ebenso wie Gerotten. In den folgenden Jahren war die FF Stift Zwettl als "Feuerwache" der FF Stadt-Zwettl angeschlossen. 1942 wurde das System der "Unterkreisführer" geschaffen. Diese hatten ehrenamtlich den Dienstbetrieb von etwa 8 bis 10 Feuerwehren zu überwachen und mindestens viermal im Jahr zu inspizieren. Die Größe des Bereiches wurde bewusst so gewählt, dass sie die Feuerwehren noch mit dem Fahrrad erreichen konnten. Einer der 10 Unterkreisführer im Landkreis Zwettl war der Stift Zwettler Wehrführer Karl Schimani. Ihm unterstanden die Feuerwehren Brand, Niedernondorf, Obernondorf, Waldhausen, Großgöttfritz, Großweißenbach, Sprögnitz, Stadt Zwettl sowie die ihr angeschlossenen Feuerwachen Stift Zwettl und Gerotten.

Ab 1. April 1943 konnten im Rahmen des "kurzfristigen Notdienstes" auch Mädchen und Frauen als "Feuerwehrhelferinnen" zum Feuerwehrdienst herangezogen werden. In Stift Zwettl waren dies z.B. die "Meierhofmädchen" Maria Bruckner, Paula Steindl, Anna Almeder, Aloisia Berger, die "Gärtnereimädchen" Johanna Traxler, Rosa Groß und Rosa Moser. Diese wurden neben Schimani von der wichtigsten Führungspersönlichkeit der Feuerwehr, Josef Wagner, ausgebildet. Bei den Übungen trugen sie die weißen Drillichanzüge und die damaligen Helme der Feuerwehr.

Dokumente zur Vereinsgeschichte bis 1939 der Freiw. Feuerwehr in Stift Zwettl (als PDF-Datei)

Nach dem Krieg

Nach 1945 ging man überall daran, das Feuerwehrwesen wieder nach der alten österr. Tradition aufzubauen. Leider besitzt die FF Stift Zwettl keine Dokumente, Statistiken, Stempel etc. aus dieser Zeit. Nach Aussagen von Feuerwehrmännern, die in den späten 1940er-Jahren schon wieder im Stift waren, bestand in diesen Jahren sehr wohl eine Feuerwehr. Kommandant war mit Sicherheit P. Dr. Conrad Fischer (Waldmeister), sein Stellvertreter Tischlermeister Karl Steininger.

Das erste schriftliche Dokument für den wieder gebildeten Verein ist jenes der Nichtuntersagung der Bildung des Vereins "Freiwillige Feuerwehr Stift Zwettl" mit Bescheid vom 21.3.1950.

Am 9.8.1950 wurde vom Gendarmeriepostenkommando Zwettl der Vereinsvorstand an die BH Zwettl gemeldet:

  • Hauptmann: Dr. Konrad Fischer, Waldmeister des Stiftes Zwettl
  • Stellvertreter: Karl Steininger, Tischlermeister
  • Kassier und Schriftführer: Konrad Stefan, Kammerdiener

Es war damals offenbar nicht klar, ob es sich bei der Feuerwehr um eine freiwillige Feuerwehr oder um eine Betriebsfeuerwehr handelt. Der Feuerwehrhauptmann wurde bei der BH Zwettl vorgeladen und erklärte, dass eine freiwillige Feuerwehr gegründet wurde. Trotzdem schrieb die Sicherheitsdirektion an die BH am 19.6.1950: "wird nach Rücksprache mit dem N.Ö. Landesfeuerwehrkommando mitgeteilt, daß es sich im gegenständlichen Falle nicht um eine Freiwillige Feuerwehr sondern um eine Freiwillige Betriebsfeuerwehr handelt." Man dürfte sich jedoch irgendwann geeinigt haben, ab 1952 ist nur mehr von Freiwilliger Feuerwehr zu lesen. 

Erneuerung der Ausrüstung 1952 bis 1969

Viel von der Ausrüstung war über die Kriegsjahre verloren gegangen. Das Protokollbuch und einige historische Gegenstände blieben aber erhalten.
Motorspritzenweihe TS Gugg im Jahre 1960
Die TS Gugg bei der Bewerbsübung
Fahrbare Leiter des Stiftes beim Oldtimertreffen 2016 in Friedersbach, für Feuerwehrzwecke jedoch schon Jahrzehnte lang nicht mehr eingesetzt.
Feuerwehrhaus aus 1961 vor dem Zubau im Jahr 1994
Das erste Feuerwehrauto im Jahr 1964, ein Ford FK 1250

Erst am 29. März 1952 wurde die Feuerwehr nach einem Brand im Stiftskonvent (Brudertrakt) neu konstituiert. Zum Kommandanten wurde Karl Steininger, zum Stellvertreter P. Edmund Hammerschmid gewählt. Steininger versprach, "der Feuerwehr des Stiftes Zwettl, die durch die Nachkriegsereignisse vernachlässigt wurde, wieder den Ruf der früheren Jahre zu verschaffen und alles daran zu setzen, um die Ortsfeuerwehr zu aktivieren".

Es fehlten die meisten Ausrüstungsgegenstände. Löschgeräte, Uniformen, Alu-Helme und Schläuche mussten in den nächsten Jahren neu angeschafft werden. Mit der Veranstaltung von Feuerwehrbällen im Stiftsgasthaus besserte man die Finanzen auf.

1952 beschloss man die Instandsetzung des Feuerwehrdepots (seit der Gründungszeit im Binderhof, in der späteren Malerwerkstätte), die Beschaffung von Uniformen und Ausrüstungsgegenständen.

1953 konnten B-Druckschläuche und 19 Feuerwehrhelme von der FF Jahrings angekauft werden.

Die Tragkraftspritze aus 1930 und verschiedene Armaturen aus gediegenem Messing blieben trotz der Metallsammlungen des Krieges erhalten, die Helme und die Tellermützen aus den 30er-Jahren gingen verloren. In den folgenden Jahren konnten Schlauchmaterial und Kupplungen angeschafft werden

1955: Anschaffung von 22 Aluminiumhelmen und 1 Sirene

1960 Kauf einer neuen Tragkraftspritze der Fa. Gugg - VW Atomatic, Saugschläuche und Armaturen. Die TS-Segnung am 17. Juli war ein eindrucksvolles Fest.

In einem Brandaus-Artikel von OV Günter Schneider aus 1981 wird auch von der fahrbaren Leiter (14 Meter) berichtet, die zur Ausrüstung der FF Stift Zwettl gehört. Diese dürfte vom Stift Zwettl etwa um 1960 angeschafft worden sein, wann genau, ist jedoch nicht bekannt.

Herbst 1961Bau des Feuerwehrhauses im damaligen "Spitalgarten". Noch verfügbare Geldmittel aus den Bedarfszuweisungen des Landes zur Staubfreimachung der Ortsstraße wurden von der Gemeinde dazu verwendet. Am 29. August 1961 wurde mit dem Bau unter Baumeister Josef Schabes begonnen. Tatkräftig unterstützt wurde dieses Vorhaben durch Bürgermeister Josef Binder selbst, er stellte sogar seinen Gemüsegarten als Bauplatz zur Verfügung. Die Segnung fand am 30.9.1962 statt, zahlreiche Feuerwehrabordnungen und hohe Ehrengäste nahmen an diesem Festakt teil.

Die FF Stift Zwettl nahm 1962 erstmals an einem  Landesleistungsbewerb (in Waidhofen/Thaya) teil. Die Teilnahme an den Bezirks- und Landesfeuerwehrleistungsbewerben wurde zur regelmäßigen Tradition bis in die 1990er-Jahre, die FF hat sich oft im Spitzenfeld qualifiziert, zahlreiche Urkunden und Pokale erinnern an diese Zeit. 

Am 10.9.1964 konnte Kommandant Steininger (er starb am 5.8.1965) noch den lang gehegten Wunsch nach Ankauf eines Kleinlöschfahrzeuges (Ford FK 1250) verwirklichen. Dies bedeutete eine wesentliche Erhöhung der Schlagkraft. Vorher musste bei jedem Alarm die Tragkraftspritze und sämtliche Ausrüstung auf einen stiftseigenen LKW oder Traktor verladen werden, die Männer standen auf dem Plateau und hielten die Schläuche fest.

Seit dem Erwerb des neuen Feuerwehrautos arbeitete die Wehr ab 1965 jahrelang im FuB-Dienst (Feuerlösch- und Bergedienst, heute Katastrophenhilfsdienst "KHD") mit. Die erste Ausrückung ist am 30.10.1965 zur FuB-Zugsübung in Zwettl verzeichnet.

1966 Kauf eines Funkgerätes (zunächst vorwiegend für diesen FuB-Dienst). Für das Feuerwehrhaus wurde der Kauf eines elektrischen Heizkörpers beschlossen (dieser tat übrigens seinen Dienst zur leichten Temperierung bis zum Neubau in den 1990er-Jahren).

Die alte Rosenbauer Tragkraftspritze aus 1930 wurde 1966 mit einem überholten VW-Motor versehen, da der Originalmotor nicht mehr zu reparieren war.

Am 17.2.1968 fand im Stiftsgasthaus wieder der Feuerwehrball statt.

 

 

Wechsel vom Verein zur Körperschaft öffentlichen Rechts

Etwa 1965 dürfte sich die Bezeichnung "Feuerwehrkommandant" statt "Feuerwehrhauptmann" durchgesetzt haben. So wurde der BH Zwettl das Ergebnis der Wahl vom 6.1.1965 gemeldet: "Hauptmann: Karl Steininger Tischerm., Hauptmannstellv.: P. Edmund Hammerschmid". Als am 5.8.1965 Karl Steinininger starb, wurde er als "Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr" bezeichnet. Zur "Wahl des Kommandanten" lud "Hauptmann-Stellvertreter" P. Edmund Hammerschmid am 14.8. in die Stiftstaverne.

Mit 1. Jänner 1970 trat das NÖ Feuerpolizei- und Feuerwehrgesetz in Kraft. Die Freiwilligen Feuerwehren in NÖ wurden nun Körperschaften öffentlichen Rechtes, die vereinsrechtliche Grundlage war damit erloschen. Am 23.2.1970 wurde der Verein mit Bescheid aufgelöst.

Die Wahlperiode wurde nun mit 5 Jahren (bisher 3 Jahre) festgelegt. Am 9.1.1971 erfolgte die erste Wahlversammlung nach neuem Recht: Leopold Bruckner und Johann Schmidt wurden wieder gewählt, Franz Lipp wurde Leiter des Verwaltungsdienstes (Schriftführung und Kassa). Dadurch schied der bisherige Schriftführer Alfred Kastl aus seinem Amt.

Leopold Bruckner wurde auch zum ersten Unterabschnittsfeuerwehrkommandanten mit dem Dienstgrad Hauptbrandinspektor des UA Stift Zwettl (Gerotten, Kleinschönau, Rudmanns und Stift Zwettl) gewählt.

1970 bis 1990

Das KLF Ford Transit bei der Segnung am 26.6.1977 anlässlich der Feier 50 Jahre FF Stift Zwettl mit Johann Almeder und Franz Kasper
Die Mannschaft bei der 50-Jahr-Feier
Segnung des TLF 1000 am 13.6.1981: Johann Almeder, Franz Kasper, Patin Edeltraud Schneider, Kdt Johann Schmidt
Kaum verändert hat sich der Plan der natürlichen Wasserentnahmestellen aus 1981

Die FF Stift Zwettl veranstaltete, stets bemüht, die Ausrüstung zu modernisieren, jährlich bis 1990 einen gern besuchten Feuerwehrball. Feuerwehrkurat P. Dr. Bruno Schneider ermöglichte ab 1972 die Feuerwehrbälle im Bildungshaus des Stiftes Zwettl. 

1976/1977:

Verkauf des KLF an die FF Moidrams, statt dessen erfolgte die Anschaffung eines  KLF (Ford Transit 150), das am 7.9.1976 von der Fa. Rosenbauer übernommen wurde und von 2 Pressluftatmern.

Die Fahrzeugsegnung fand im Rahmen des 50-jährigen Bestandsjubiläums am 26.7.1977 statt, zu dem Bürgermeister Ewald Biegelbauer der Feuerwehr einen Scheck über 5.000 S als Geburtstagsgeschenk überreichte.

In den folgenden Jahren gelang es, den Ausrüstungs- und Ausbildungsstand der Feuerwehr bedeutend zu erhöhen.

Seit 1977 war Dr. Hans Schneider im NÖ Landesfeuerwehrkommando beschäftigt und 12 Jahre lang mit ungeheurem Einsatz und Liebe Redakteur der Feuerwehrzeitschrift „Brandaus“. Daneben beschäftigte er sich immer mehr mit der Geschichte der niederösterreichischen Feuerwehren, verfasste unzählige Festschriften und Artikel und wurde nicht nur in Österreich, sondern auch international bekannt.

1978 wurde auf dem Dach der Hauptschule eine neue Sirene installiert. Gleichzeitig wurde beschlossen, zusätzlich eine Funkalarmierung mit zunächst 3 „Piepserl“ (Gesamtpreis 23.848 S) einzuführen, davon 2 in der Waldrandsiedlung. Diese konnten von Zwettl ausgelöst werden konnten, wenn jemand den Notruf 122 wählte. Da die meisten Kameraden in der Waldrandsiedlung wohnten und dort noch keine Sirene existierte, war dies notwendig, um diese zu erreichen. Die weitere Alarmierung sollte telefonisch im Schneeballsystem erfolgen.

Die übliche Auslösung der Sirene erfolgte händisch über einen Sirenentaster bei Trafik Lipp. 

V Günter Schneider errang 1978 beim Bewerb um das Feuerwehrleistungsabzeichen Gold den 3. Platz, 1979 beim Bewerb um das Funkleistungsabzeichen den Landessieg.

1979 wurde ein dritter Pressluftatmer gekauft. Schon 1979 war man trotz der neuen Piepserl der Meinung: „Eine Sirene wäre in der Siedlg. doch die beste Alarmierung“. Bis zur Verwirklichung sollte es jedoch noch bis 1992 dauern. In zähen Verhandlungen gelang es, die Genehmigung der Gemeinde für den Ankauf des TLF 1000 zu bekommen (wobei der Tausch des neuen KLF gegen das alte der FF Moidrams zur Bedingung gemacht wurde). 

1980 erfolgte der Ankauf des Tanklöschfahrzeuges TLF 1000 (Mercedes 608 D), das am 26.6.1980 geliefert wurde. Am 17. August wurde dieses der Bevölkerung bei einem Gartenfest beim Haus St. Bernhard in der Waldrandsiedlung vorgestellt und ein Zielspritzen organisiert, bei dem 190 Personen teilnahmen und eine große Aktion wurde. 

wichtigste Ausrüstung:

  • Einbaupumpe für Hochdruck und Normaldruck
  • Schnellangriffseinrichtung mit 40 m Hochdruckschlauch,
  • weitere Schläuche (B, C, HD)
  • 3 Atemschutzgeräte mit Reserveflaschen,
  • 2 Handfeuerlöscher (1 Pulver, 1 Schaum),
  • Ausrüstung für Schwerschaumerzeugung,

Für das damals noch bestehende Sägewerk wäre zwar ein größeres TLF höchst notwendig gewesen, wegen der engen Einfahrten in den Klosterbereich in Verbindung mit den Notwendigkeiten für die Landesausstellung im Jahr 1981 "Die Kuenringer" entschied man sich aber für ein TLF 1000. Die bevorstehende Landesausstellung und die für einen Brandeinsatz dort nötigen langen Zubringleitungen waren für die Unterstützung durch Stift und Gemeinde ein gewichtiges Argument. Die Anschaffungskosten von 607.000 S wurden mit Subventionen des NÖ Landesfeuerwehrverbandes und der Stadtgemeinde Zwettl, mit großzügiger Unterstützung durch das Stift Zwettl und einem Eigenkredit von 230.000 S aufgebracht.

Die Segnung des TLF 1000 erfolgte am 13. Juni 1981 im Rahmen eines erstmals in Stift Zwettl durchgeführten Leistungsbewerbes. Wegen der Kuenringer-Ausstellung war mit dem Festakt auch der Abschnittsfeuerwehrtag verbunden.

Das TLF 1000 stand bis Juni 2008 im Einsatz und wurde an eine polnische Firma verkauft zur Verwendung bei einer Feuerwehr in Polen. 

Vor der Landesausstellung wurde 1980 auch das Feuerwehrhaus renoviert. Der Feuerwehrkommandant BI Johann Schmidt bekam zur Landesausstellung vor allem aus Alarmierungsgründen einen eigenen Telefonanschluss.

1985 ergab sich die Gelegenheit, das Kleinlöschfahrzeug Ford Transit von der FF Moidrams zurückzukaufen. Das alte Fahrzeug fand einen Privatkäufer in Wien.

Am 31.5.1985 wurde der erste "Meierhofheurige" (später auf "Meierhoffest" umbenannt) veranstaltet.

Dr. Hans Schneider und Günter Schneider haben gemeinsam seit 1980 die nö Feuerwehrgeschichte akribisch aufgearbeitet und 1986 mit zwei weiteren Historikern „Das Große NÖ Feuerwehrbuch“ herausgebracht, ein weit über die Landesgrenzen hinaus bekanntes Werk.

1987 wurde die erste Schmutzwasserpumpe angekauft.

1990 begannen die Gespräche über die neue Bezirksalarmierung und damit auch wieder über eine zweite Sirene in der WRS.

1990 wurde Franz Bretterbauer beim Bewerb um das Funkleistungsabzeichen in Gold Landessieger.

1990 war der letzte Feuerwehrball im Festsaal des Bildungshauses. 

 

 

1991 - 2015 (25 Jahre "Ära" Hofbauer)

1992 kam die Sirenenfernsteuerung. Über Funk konnten nun alle Sirenen von der Bezirksalarmzentrale (BAZ) oder Landeswarnzentrale (LWZ), (anfangs auch noch von der Gendarmerie in Zwettl) ausgelöst werden.

1991 ging das Kommando in die Hände von Johannes Hofbauer über. Aus dem Protokoll: „Das Ergebnis dieser Wahl wurde von allen Anwesenden mit großer Freude zur Kenntnis genommen und mit viel Beifall bedacht“. Als Leiter des Verwaltungsdienstes übergab Günter Schneider die Funktion an Franz Bretterbauer

Beide behielten ihre Funktionen durchgehend bis zur Neuwahl im Jänner 2016. Als FKDT-Stellvertreter waren in dieser Zeit Friedrich Haider bis 1997, Josef Grassinger 1998-2002, Wilhelm Kretschmer 2002-2013 und Karl Bauer ab 2014 tätig.

1991 wurde Johannes Hofbauer Landessieger beim Bewerb um das Funkleistungsabzeichen in Silber, 1993 wiederholte er diesen Triumph in der Stufe Gold. 

Am 6.9.1991 gab es die erste Feuerlöscher-Überprüfungsaktion in der Waldrandsiedlung, die seither alle 2 Jahre (nunmehr im Feuerwehrhaus) durchgeführt wird.

1991 wurden auch schon erste Pläne für den Zubau beim Feuerwehrhaus geschmiedet und mit dem Stift Zwettl Gespräche geführt.

Ein zweites Handfunkgerät wurde angeschafft, ebenso eine Schiebeleiter für den Schlauchturm.

1992: Am 27.5.1992 starb nach längerer schwerer Krankheit HBM Franz Kasper, WRS 56, ein pflichtbewusster und sehr hilfsbereiter Feuerwehrkamerad.

1992 kam die Sirenenfernsteuerung über Funk, im Sommer 1992 konnte daher nun endlich auch eine Sirene in der WRS angeschafft und montiert werden. Neue Pager wurden angeschafft.

Bild von der Eröffnung des Feuerwehrhauses 1997, v.l.n.r.: Johannes Hofbauer, Franz Bretterbauer, BH-Stv. ORR Dr. Norbert Haselsteiner, Friedrich Haider, P. Maximilian Krausgruber, OBR Ing. Gerwalt Brandstötter, Bürgermeister ÖkR Franz Pruckner.

Zubau Feuerwehrhaus

Die Jahre 1992 bis 1994 standen ganz im Zeichen der Feuerwehrhausplanung. 

Im September 1994 wurde der Zubau des Feuerwehrhauses begonnen. Mit einem Aufwand von ca. 2 Mill. Schilling und ca. 5000 Arbeitsstunden von Mitgliedern der FF Stift Zwettl wurden eine zweite Fahrzeughalle, WC-Anlagen, Büroraum und Schulungsraum errichtet. Das renovierte und vergrößerte Feuerwehrhaus konnte am 28. September 1997 eröffnet und das 70-jährige Jubiläum gefeiert werden.

Zur Feuerwehrhauseröffnung 1997 gestaltete erstmals Herbert Gruber eine Vorstellungsbroschüre als Festschrift.

Seit 1998 gestaltet Herbert Gruber ebenso jährlich ca. 5 Rundschreiben mit dem Titel "122". 

1998-1999 wurde das Augenmerk auf die Erneuerung der persönlichen Schutzausrüstung gelegt.

Erneuerungen ab 2000

2000 und 2002 wurde die Tradition des Feuerwehrballes, allerdings in der Stiftstaverne, kurzfristig wieder aufgenommen, konnte aber an die Erfolge der 1980er-Jahre nicht mehr anschließen.

2001 erfolgte die Anschaffung einer neuen leistungsfähigen Tragkraftspritze Ziegler Ultra Power.

Seit 2001 wird auch auf elektronischem Weg über die Homepage der FF Stift Zwettl laufend berichtet, die Bernhard Bretterbauer erstellt und schon mehrmals adaptiert hat und von Franz Bretterbauer mit Inhalt befüllt wird.

Im Jahr 2002 wurden die 3 Atemschutzgeräte erneuert.

Hochwasserkatastrophe

Im Jahre 2002 lag eine unserer größten Herausforderungen der Geschichte in der Bewältigung der Hochwasserkatastrophe, die im August plötzlich über das gesamte Waldviertel hereinbrach. 

TLFA 2000
KLeinlöschfahrzeug
20.9.2014: Eintreffen des TLFA 3000 von der FF Pöllau
Der Schwimmsauger kann auch in seichtem Wasser eingesetzt werden.
Nach 18 Jahren wurden neue Atemschutzgeräte anageschafft, da für die bisherigen die Ersatzteilgarantie endete

Fuhrparkerneuerung etc.

Im Jahr 2003 wurde der Fuhrpark um ein gebrauchtes TLFA 2000 mit Seilwinde und die Geräteausstattung um einen Stromerzeuger und eine leistungsfähigere Tauchpumpe ergänzt.

In der Karwoche 2004 wurde die feuerpolizeiliche Beschau aller Häuser durchgeführt (letztmals als Kommission von Gemeinde, Rauchfangkehrermeister und Feuerwehr).

2005 wurde die zusätzliche Alarmierung über „BlaulichtSMS“ beschlossen.

2007 halfen viele Mitglieder und zivile Helferinnen und Helfer aus der WRS beim Landesfeuerwehrleistungsbewerb in Edelhof mit. 

2007 wurde die erste Einsatzmaschinistenausbildung des Abschnittes in Stift Zwettl und ebenso die erste Ausbildungsprüfung Löscheinsatz mit dem TLF 1000 durchgeführt.

Im Dez. 2008 wurde als Ersatz für das TLF 1000 ein Kleinlöschfahrzeug angeschafft und ab 2009 in den Dienst gestellt.

  • Fahrgestell Mercedes-Benz Sprinter 518 CDI 4 x 2 
  • Aufbau Rosenbauer Compactline
  • 184 PS-Motor 
  • Eigenmasse 3180 kg, 
  • höchstzul. Gesamtgew. 5300 kg 
  • Platz für Besatzung 1 + 8 
  • pneumatischer Flutlichtmast mit 4 x 1000 W-Scheinwerfer

Bericht über die Anschaffung des KLF

Im KLF ist auch ein Stromerzeuger Rosenbauer RS 14 untergebracht.

2008 erfolgte auch die erste Ausbildungsprüfung Technischer Einsatz gemeinsam mit FF Rudmanns. 

Mit der Einführung des Digitalfunks wurden 2009 die Funkgeräte erneuert.

2010 und 2011 waren eher „normale“ Feuerwehrjahre mit Ausbildungsprüfungen Technischer Einsatz und Löscheinsatz. 

2012 erfolgte - rechtzeitig vor der Wiedereröffnung der renovierten Stiftskirche die Feuerwehrhaus-Fassadenrenovierung samt Stützmauer

Im Jahr 2014 wurde ein gebrauchtes Tanklöschfahrzeug 3000 "MAN Hurrican" auf Fahrgestell ÖAF Type 15.322 FAE mit Allrad, Erstzulassung 7/1992 angeschafft

  • Aufbau von der Fa. Lohr
  • 16 Tonnen höchstzul. Gesamtgewicht, Länge 7,7 m
  • 320 PS
  • bietet Platz für 9 Mitglieder ("normale" Löschgruppe)

wichtigste Ausrüstung:

  • 3000 l-Wassertank
  • Einbaupumpe von Ziegler für Hochdruck und Normaldruck
  • 2 Schnellangriffseinrichtungen mit 60 m Hochdruckschlauch,
  • 2 Schaumrohre für Schwer- und Mittelschaum
  • 5-Tonnen-Seilwinde 
  • Lichtmast für die Beleuchtung der Einsatzstelle
  • Notstromaggregat 11 kVA
  • hydraulisches Rettungsgerät
  • Platz für die Unterbringung der Tauchpumpen etc.

Bericht über die Anschaffung des TLFA 3000 - Bericht "TLFA 3000 einsatzbereit"

2014 traten die ersten Kameraden in der Ausbildungsprüfung Atemschutz an.

Am 10.1.2016 legten Johannes Hofbauer und Franz Bretterbauer nach 25 Jahren ihre Funktionen zurück. Die Mitgliederversammlung wählte als Nachfolger Karl Bauer und Philip Gruber, als Leiter des Verwaltungsdienstes wurde Markus Wagesreiter bestellt.

Im Juli 2017 wurde die Umfahrung Zwettl eröffnet, von der auch ein Teil in unser Einsatzgebiet fällt. Im Vorfeld wurde eine Begehung (Umfahrung Zwettl) und eine Übung (Übung auf der Umfahrung Zwettl) durchgeführt.

Zum 90. Gründungsjubiläum wird 2017 die Geschichte wieder einmal in einer Festschrift aufgearbeitet (Festschrift "90 Jahre FF Stift Zwettl")

Mit Marianne Haas konnte am 3.8.2018 die erste Feuerwehrfrau aufgenommen werden (Erste Dame bei der FF Stift Zwettl)

Im Jänner 2019 legte Markus Wagesreiter die Funktion des Vewalters zurück. Rudolf Gruber wurde an seiner Stelle zum Leiter des Verwaltungsdienstes bestellt.

2019 wurde bei einer Übung ein Schwimmsauger getestet, der allgemein großes Gefallen fand und daher angekauft wurde (Schwimmsauger überzeugte (zwettl.at)). Dieser konnte bereits mehrmals gute Dienste leisten.

Im Jänner 2020 wurde nach 18 Einsatzjahren die Erneuerung der Atemschutzgeräte (3 Stück MSA Auer M1) vorgenommen: Neue Atemschutzgeräte (zwettl.at)

Leider legte der aus China stammende Virus SARS-COV2 den Übungs- Bewerbs- und Festbetrieb ab Mitte März 2020 ziemlich lahm (Maßnahmen gegen COVID 19 (zwettl.at)). Mit Unterstüzung durch den NPO-Fonds und dank Spenden der Bevölkerung konnte der Ausfall durch den Wegfall des Meierhoffestes einigermaßen ausgeglichen werden.

Corona-bedingt musste auch die Mitgliederversammlung 2021 kurz gehalten werden. Die Neuwahl vom 24.1.2021 ergab keine Änderungen im mittlerweile bewährten Kommando.

Im Frühjahr 2021 konnte das gemeinsam von den Feuerwehren, den Gemeinden, Sponsoren und vom Land finanzierte neue Atemluftfahrzeug vom Abschnitt Zwettl angeschafft und in Jahrings stationiert werden.

Beim Großbrand im Waldlandhof in Oberwaltenreith am 8. und 9.11.2021 wurden sowohl die Tragkraftspritze, der Schwimmsauger als auch die neuen Atemschutzgeräte und das neue Atemluftfahrzeug des Abschnittes Zwettl gefordert. Allein die FF Stift Zwettl leistete 200 Einsatzstunden.

 

Text: Franz Bretterbauer (teilw. nach Vorlagen von Mag. Dr. Günter Schneider und Herbert Gruber) 
Quellen: Protokollbücher, Standesbücher, Rede v. Bgm. Ewald Biegelbauer anl. 50 Jahre FF Stift Zwettl am 26.6.1977, Aufsätze von Mag. Dr. Günter Schneider und Dr. Hans Schneider, Vereinsakten der BH Zwettl, Festschrift "50 Jahre WRS"

Weitere Quellen

Insbesondere über die neuere Geschichte ab ca. 1977 können Sie die Rundschreiben und Infoblätter "122" nachlesen. 

Die seit Bestehen der Homepage 2001 hier eingestellten Berichte sind großteils ebenfalls noch vorhanden und können auf der Startseite durchgeblättert werden.